Absauganlage für Lötrauch - Lötrauchabsaugung

Lötrauchabsaugung zur Luftreinhaltung in Industrie und Handwerk

Absaugung für Lötrauch

Lötprozesse wie Weichlöten und Hartlöten sind in vielen Betrieben übliche Arbeitsvorgänge. Je nach Materialzusammensetzung oder Temperaturen wird dabei nicht nur Metall geschmolzen, sondern auch unterschiedlichste hochgiftige und krebserregende Schadstoffen in Form von Rauch, sogenannter Lötrauch freigesetzt. Die Lötrauchabsaugung haben die Aufgabe, diese Emissionen zu erfassen und die Luft zu filtern. Die mobilen und stationären Absaugungen für das Löten sind durch ihren Filteraufbau (Gas- & Partikelfilter, Aktivkohle, Streckmetallfilter) sehr gut individualisierbar. Die Absauganlagen sind größtenteils für den Dauerbetrieb geeignet und stehen in ESD- Ausführung zur Verfügung. Ergänzt werden die Lötrauchabsaugungen mit Zubehör wie Absaugarme, Absaughauben oder Saugspitzen zur effizienten Erfassungen des entstehenden Rauchs.

Die Absaugungen für das Löten können mit einer integrierten Steuerung mit Filterüberwachung ausgestattet werden. Zum Schutz Ihrer Mitarbeiter weist diese auf gesättigte Filter hin, um die Arbeitssicherheit jederzeit zu gewährleisten.

Einsatzbereiche: Handlötarbeitsplätze mit Lötkolben, Lötstationen, Reflowlöten, Selektivlötanlagen, Roboterlötzellen, Laserlötanlagen, Heißluftlöten, Dampfphasen-Lötanlagen, Lötbäder

Was ist bei der Auswahl der richtigen Lötrauchabsaugung zu beachten?

1. Welches Material wird verwendet? Gibt es ggf. ein Sicherheitsdatenblatt mit Anforderungen.
2. An wie vielen Stellen soll abgesaugt werden? (Einzel- oder Mehrplatzabsaugung)
3. Wie wird gelötet? (Handlöten mit Lötkolben oder Lötmaschinen wie Reflowlöten, Wellenlöten)
4. Wie viele Stunden am Tag und in der Woche muss die Lötrauchabsaugung aktiv sein?
5. Soll die gereinigte Luft zurück in den Raum geführt werden oder nach außen in die Abluft?
6. Soll die Absaugung mobil sein oder hat diese immer einen festen Stellplatz?
7. Ist eine Schnittstelle zur Kommunikation mit der Produktionsmaschine notwendig?
8. Ist eine Partikelbelegungsanzeige mit Hinweis auf gesättigte Filter notwendig?
9. Wird ein Erfassungselement benötigt, wenn ja welches? (Flachhaube, Saugspitze)

Abgekündigte Produkte

Die nachfolgenden Absaugungen für Lötrauch werden nicht mehr im
Standardportfolio geführt, da diese durch Nachfolgemodelle
ersetzt wurden.

LRA 150
LRA 200
LRA 210
LRA 220
LRA 250
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Warum wird beim Löten eine Absaugung für den Lötrauch empfohlen?

Der während dem Löten entstehende Lötrauch ist giftig und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Denn Schadstoffe sind zum einen OXIDE (metallische Verbindungen) und zum anderen aber auch chemische Gase, die durch die Bestandteile des Flussmittels entstehen. Gerade durch den Einsatz der bleifreien Lote sind diese Bestandeile aggressiver geworden. Generell gilt auch hier die Regel, alles was man nicht sieht, ist um ein vielfaches gefährlicher als die sichtbaren Bestandteile. Daher wird dringend der Einsatz einer passenden Lötrauchabsaugung empfohlen.

Hierfür bietet IVH mobile oder stationäre Absaugungen für Lötrauch mit Gas- & Partikelfilter, Aktivkohle sowie Absaugarmen an. Die schadstoffhaltige Luft sollte direkt an den Löt-Arbeitsplätzen über ein Erfassungselement abgesaugt werden.

Ob Einzel- oder Mehrplatzabsaugung, wichtig ist folgende Filterbelegung:

  • Ein Streckmetallvorfilter, der ermöglicht, dass Gase direkt sublimieren können und parallel kann dieser Filter durch „waschen“ gereinigt werden und ist so sehr nachhaltig
  • Ein Vorfilter für die groben Partikel, der öfter gewechselt werden sollte, um gleichzeitig die Lebensdauer der nachfolgenden Filter zu verlängern.
  • Ein HEPA-Feinstaubfilter, der die unterschiedlichen gesundheitsschädlichen Feinstaubpartikel zuverlässig filtert.
  • Ein ausreichend großer Aktivkohlefilter, der die Gase und Gerüche im Lötrauch filtert.

Die Absaugungen für Lötrauch können mit einer integrierten Steuerung inklusive Filterüberwachung ausgestattet werden. Diese Überwachung warnt rechtzeitig vor gesättigte Filter, um die Arbeitssicherheit jederzeit zu gewährleisten. Generell sollte aber spätestens einmal pro Jahr der Aktivkohlefilter gewechselt werden.

Luftzirkulation oder Abführung

Für die Lötrauchabsaugung stehen grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Die Filtration mit Rückführung der Luft in den Raum oder die Filtration mit abschließender Abführung von der Lötstation nach draußen. Ersteres bietet den Vorteil, dass keine Luft und damit keine Wärme nach außen transportiert wird. Realisieren lässt sich das durch kompakte, mobile Anlagen. Die Abführung der Luft nach draußen wird hingegen oftmals mit stationären Systemen umgesetzt. Diese sind sinnvoll, wenn die Lötrauchkonzentration besonders hoch ist.

Filtertechnik für diverse Einsatzgebiete

Die Löttechnik wird in Handwerksbetrieben und Produktionsstätten ganz unterschiedlich eingesetzt – entsprechend muss das Absaugsystem individuell angepasst werden. IVH bietet dafür verschiedene Lösungen an: Für einzelne Arbeitsplätze oder Arbeitsplatzgruppen eignen sich mobile oder stationäre Anlagen mit kleinem bis mittlerem Saugvolumen. In der Fertigung sind Zentralabsauganlagen die Lösung der Wahl. Diese haben einen großen Durchsatz, bewältigen auch hohe Lötrauchkonzentrationen und sind für den Dauerbetrieb ausgelegt. Selbstverständlich sind sie auch in ESD- Ausführung erhältlich. Daneben gibt es spezialisierte Absauganlagen für automatisiertes Wellenlöten, Reflowlöten und Selektivlöten.

Gefahren von Lötrauch

Lötrauch hat keine feste Zusammensetzung, vielmehr sind die enthaltenen Komponenten und deren Konzentrationen abhängig von den verwendeten Werkstoffen und Verfahren. Beim Weichlöten können unter anderem Zinn und Blei aus den Metallen sowie Formaldehyd und Phenol aus Fluss- oder

Reinigungsmitteln im Rauch nachgewiesen werden. Beim Hartlöten verflüchtigen sich durch die höheren Temperaturen noch weitere Stoffe. Eine langfristige Exposition ist gesundheitsgefährdend und eine Belastung für technische Geräte.

Absaugung für Lötrauch